Lastberechnung für Wohngebäude
Über dieses Werkzeug
Die Lastberechnung für Wohngebäude bemisst den Hausanschluss eines Einfamilienhauses, indem sie seinen Bedarf nach NEC Article 220 summiert. Sie wendet die Bedarfsfaktoren der Norm auf Beleuchtung, Geräte, Kochgeräte, den Trockner sowie Heizung oder Kühlung an und empfiehlt anschließend die erforderliche Standard-Anschlussgröße, damit Elektrofachkräfte, Prüfer und Hauseigentümer einen Anschluss oder eine Erweiterung mit Sicherheit planen können.
Anleitung
- Wählen Sie das Standardverfahren oder das optionale Verfahren und geben Sie anschließend die Wohnfläche sowie die Anzahl der Kleingeräte- und Waschmaschinenstromkreise ein.
- Fügen Sie die fest angeschlossenen Geräte, Kochgeräte, den Trockner sowie die Heiz- und Kühllasten hinzu.
- Lesen Sie die erforderliche Anschlussgröße, die berechnete Gesamtlast und die zeilenweise Aufschlüsselung ab.
Methodik
Die Berechnungen folgen NEC (NFPA 70) Article 220. Das Standardverfahren setzt 3 VA/ft² für die allgemeine Beleuchtung plus 1500 VA je Kleingeräte- und Waschmaschinenstromkreis an, wendet die Bedarfsfaktoren nach Table 220.42 an (die ersten 3000 VA mit 100 %, der Rest mit 35 %), rechnet fest angeschlossene Geräte hinzu (75 % bei vier oder mehr), den Herdbedarf nach Table 220.55, den Trocknerbedarf nach Table 220.54, die größere von Heizung oder Kühlung (220.60) sowie 25 % des größten Motors (220.50). Das optionale Verfahren (220.82) summiert die allgemeinen Lasten mit der Nennleistung, setzt 100 % der ersten 10 kVA und 40 % des Rests an und rechnet anschließend die größte Heiz- oder Kühllast hinzu. Die Summe wird durch 240 V geteilt und auf die nächste Standard-Anschlussgröße aufgerundet.
Ihre Ergebnisse verstehen
Die Kennzahl ist die erforderliche Standard-Anschlussgröße in Ampere. Die berechnete Last ist der Gesamtbedarf in Voltampere; ihre Division durch 240 V ergibt den Bedarf in Ampere, der auf die nächste Standardgröße aufgerundet wird (100, 125, 150, 200, 225, 400 A und so weiter). Die Aufschlüsselung zeigt, woher die Last stammt. Ein Ergebnis nahe der nächstgrößeren Größe sollte überdacht werden, wenn Sie später große Lasten hinzufügen möchten, etwa eine Ladestation für Elektrofahrzeuge oder eine Wärmepumpe.
Quellen
- NEC (NFPA 70) — National Electrical Code, Article 220
- BS 7671:2018 — IET Wiring Regulations (maximum demand & diversity)
- AS/NZS 3000:2018 — Wiring Rules, Appendix C (maximum demand)
Praktische Beispiele
Beispiel 1 (Standard): Ein Haus mit 3700 ft² mit fünf Kleingerätestromkreisen, zwei Waschmaschinenstromkreisen, mehreren fest angeschlossenen Geräten, einem 6-kW-Trockner, zwei Kochgeräten und 16 kW Elektroheizung ergibt etwa 48.627 VA – 202,6 A –, was auf einen Anschluss von 225 A aufgerundet wird. Beispiel 2 (optional): Ein Haus mit 2800 ft² mit einem 14-kW-Herd, einem 5-kW-Trockner, einem Warmwasserbereiter, einem Geschirrspüler und 15 kW zentraler Elektroheizung ergibt 30.310 VA – 126,3 A – einen Anschluss von 150 A.
Tipps zur Anschlussbemessung
• Führen Sie beide Verfahren durch. Die optionale Berechnung ergibt für vollelektrische Häuser oft einen kleineren Anschluss; das Standardverfahren kann für ungewöhnliche Grundrisse erforderlich sein. • Zählen Sie jedes fest angeschlossene Gerät – Warmwasserbereiter, Geschirrspüler, Abfallzerkleinerer, Müllpresse. Vier oder mehr erhalten den Bedarfsfaktor von 75 %. • Ein einzelner Herd bis 12 kW bedeutet nur 8 kW Bedarf, sodass eine hohe Nennleistung die Anschlussgröße selten bestimmt. • Heizung und Kühlung werden nie zusammengerechnet – nur die größere zählt. • Lassen Sie Reserve. Wenn Sie eine EV-Ladestation oder eine Wärmepumpe hinzufügen möchten, bemessen Sie den Anschluss jetzt für die künftige Last, anstatt zweimal aufzurüsten.
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