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Den Blutalkoholwert verstehen

Was der Promillewert ist, wie er geschätzt wird, warum er ein Bereich ist und wie lange der Alkoholabbau dauert

1. Was der Blutalkoholwert ist

Der Blutalkoholwert ist die Menge reinen Alkohols im Blut. Dieselbe physikalische Größe wird auf drei Arten geschrieben, und der Rechner kann jede anzeigen: Gramm pro Liter (g/L, das europäische „Promille"), ein Prozentwert in Gramm pro Deziliter (g/dL, die US-Konvention) und Milligramm pro 100 Milliliter (mg/100 mL). Sie sind exakte Umrechnungen voneinander: 0,5 g/L sind 0,05 g/dL und 50 mg/100 mL.

Der Rechner wählt die Einheit des gewählten Landes, sodass die Zahl neben dem örtlichen Grenzwert in denselben Einheiten steht.

2. Wie der Rechner ihn schätzt

Er verwendet die Widmark-Methode, das Modell der forensischen Praxis. Der reine Alkohol jedes Getränks ist sein Volumen mal Alkoholgehalt mal 0,789, die Dichte des Alkohols in Gramm pro Milliliter. In den USA enthält ein Standardgetränk etwa 14 Gramm reinen Alkohol — ungefähr ein Bier mit 355 mL und 5 %, ein Glas Wein mit 148 mL und 12 % oder ein Schnaps mit 44 mL und 40 % (NIAAA). Diese Alkoholmasse wird durch das Körpergewicht mal einem Widmark-Faktor geteilt, der widerspiegelt, wie viel des Körpers Wasser ist. Der Faktor wird über Geschlecht und Body-Mass-Index nach der von Forrest veröffentlichten Beziehung angepasst, sodass Größe und Gewicht die Schätzung verfeinern.

Lesen Sie den Alkoholgehalt jedes Getränks vom Etikett. Ein „Bier" reicht von etwa 4 % bis über 8 %, und der Unterschied verändert das Ergebnis erheblich — ein starkes Craft-Bier kann fast doppelt so viel Alkohol enthalten wie ein leichtes Lager gleicher Größe.

3. Warum ein Bereich statt einer Zahl erscheint

Aufnahme, Körperzusammensetzung und die Geschwindigkeit, mit der der Körper Alkohol abbaut, unterscheiden sich zwischen Personen und von Tag zu Tag. Deshalb trägt jede Widmark-Schätzung echte Unsicherheit. Die forensische Literatur kommt zu dem Schluss, dass eine Blutalkohol-Schätzung mit rund ±40 Prozent anzugeben ist (Gullberg, 2007). Der Rechner führt die veröffentlichte Unsicherheit jeder Eingabe durch die Rechnung und zeigt das entstehende Band. Ein Rechner, der eine einzelne, exakt wirkende Zahl anzeigt, ist nicht genauer — er hat die tatsächlich vorhandene Unsicherheit nur verborgen.

Liegt das gesamte Band unter einem Grenzwert, sagt das Werkzeug „darunter". Schneidet das Band den Grenzwert, wird genau das klar angezeigt — der Fall, in dem ein Rechner mit einer einzigen Zahl irreführen würde.

4. Wie lange bis auf null

Sobald der Alkohol aufgenommen ist, baut der Körper ihn gleichmäßig ab. Das Modell verwendet 14,8 mg pro 100 mL pro Stunde — etwa 0,15 g/L pro Stunde — die in der forensischen Literatur verwendete Abbaurate. Der Rechner zeigt zwei Zeiten: eine typische mit der mittleren Rate und eine vorsichtige, spätere für langsamen Abbau am Rand des Bereichs. Nichts beschleunigt das. Schlaf baut Alkohol nicht schneller ab, und Kaffee, eine kalte Dusche oder ein Spaziergang senken den Promillewert nicht — sie lassen eine Person nur wacher wirken, obwohl sie weiter beeinträchtigt ist (NIAAA).

Wenn etwas Wichtiges von Nüchternheit abhängt, verwenden Sie die vorsichtige Zeit, nicht die typische. Und beachten Sie: Kurz nach dem letzten Getränk kann der Promillewert noch steigen statt fallen — Alkohol aus dem Magen gelangt weiter ins Blut (NIAAA).

5. Was Essen ändert und was nicht

Essen vor und während des Trinkens verlangsamt die Aufnahme des Alkohols und kann den Spitzenwert im Körper um etwa ein Drittel senken (NIAAA). Nach einer großen Mahlzeit liegt der tatsächliche Spitzenwert daher meist unter der Schätzung. Der Rechner nimmt an, dass der gesamte Alkohol aufgenommen wird — die vorsichtige Annahme. Was Essen nicht ändert, ist die getrunkene Alkoholmenge, und die Zeit bis null hängt vor allem davon ab — ein voller Magen senkt also den Spitzenwert, verkürzt die Wartezeit aber nicht nennenswert.

7. Das Fazit

Dieser Rechner ist ein Aufklärungswerkzeug. Er ist kein Atem- oder Bluttest, keine Rechtsberatung, und er kann nie bestätigen, dass Fahren sicher ist. Die Schätzung trägt rund ±40 Prozent Unsicherheit, und Beeinträchtigungen beginnen unterhalb jedes Grenzwerts. Wenn Sie fahren wollen, ist die einzig sichere Alkoholmenge keine. Legen Sie zuerst den Plan fest — eine nüchterne Fahrerin, ein Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel — und lassen Sie diesen über die Getränke entscheiden, nicht umgekehrt.

Quellen

Quellen: Searle (2015) · Gullberg (2007) · NIAAA · NHTSA · CDC · ETSC

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